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Renaissance-Malerei

Bildnis der Elsbeth Tucher — Albrecht Dürer (1499)

Bildnis der Elsbeth Tucher — Albrecht Dürer (1499)

Gemäldegalerie Alte Meister, Schloss Wilhelmshöhe, Kassel — Öl auf Lindenholz, 29 × 23,3 cm.

Kunstgeschichte

Kleines Täfelchen von 1499 mit Elsbeth Tucher, geb. Pusch, aus der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher. Dürer, aus Italien zurückgekehrt, wendet eine scharfe, flämisch geprägte Beobachtung an. Das Modell mit weißer Haube hebt sich vom grünen Grund ab; die Inschrift «ELSPET NICLAS TUCHERIN 26 ALT 1499» benennt sie oben rechts. Das Bildnis bildete ein eheliches Diptychon mit dem verlorenen Bildnis des Niklas Tucher. Das Werk gelangte im 18. Jahrhundert zu den Landgrafen von Hessen-Kassel.

Symbolik

Schmuck und Haube zeigen den patrizischen Rang; die Inschrift stellt das Bildnis in die Logik des Paares.

Geheimnisse

Das Gegenstück des Gatten ist verschwunden; weitere Tucher-Bildnisse von 1499 in Weimar nähren die Diskussion.

Emotionen

Gelassene Sicherheit, fast greifbare Genauigkeit der Details.

Anekdote

Dürer vermerkte Namen, Alter und Datum unmittelbar auf dem Grund, wie ein gemaltes Etikett.

Siehe auch