Große astronomische Uhr
Eberhard Baldewein, mit Hans Bucher und Hermann Diepel — 1563-1568
Die im Mathematisch-Physikalischen Salon zu Dresden bewahrte Planetenuhr aus vergoldetem und versilbertem Messing stellt den Lauf der Gestirne nach dem geozentrischen Modell dar: die Erde im Mittelpunkt, umgeben von den sieben bekannten Planeten.
Zwischen Hessen und Sachsen
Im Umkreis der hessischen Werkstätten von Marburg und Kassel um Eberhard Baldewein entstanden, gelangte das Werk danach in die Kunstkammer des sächsischen Kurfürsten. Es bezeugt die Wanderung des Könnens zwischen zwei Territorien des Reiches.
Was man sieht
Ein mehrseitiges Gehäuse, bedeckt mit gravierten Zifferblättern: Saturn und Jupiter, Mars mit Astrolabium, Venus und Merkur. Hinter dem Zierwerk eine gelehrte Maschine, die den Lauf des Himmels nachbilden soll.

