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Renaissance-Malerei

Familienbild des Grafen Johann II. von Rietberg — Hermann tom Ring (1564)

Familienbild des Grafen Johann II. von Rietberg — Hermann tom Ring (1564)

Gattung: Porträt (dynastisches Familienbildnis) Aufbewahrungsort: LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster Technik: Öl auf Holz; später in drei Teile zerlegt, 1989 wieder vereint

Kunstgeschichte

Das berühmteste Werk Hermann tom Rings vereint im Bild von 1564 Graf Johann II. von Rietberg, seine Gemahlin Agnes von Bentheim und Steinfurt und die Töchter Armgard und Walburgis. Friesartige Anordnung, Frontalität, Sorgfalt für Kostüme und Wappen: Die Gattung des dynastischen Porträts dient hier einer Behauptung von Stand und Kontinuität, von der Witwe in Auftrag gegeben, um das Geschlecht zu rehabilitieren.

Symbolik

Gewänder, Schmuck und Wappen verkünden den Stand; den Verstorbenen und seine Angehörigen zu vereinen behauptet die Einheit des Hauses Rietberg.

Geheimnisse & Rätsel

Johann II. starb 1562 in Gefangenschaft, seiner Ehren beraubt; seine Witwe gab das Werk 1564 in Auftrag. Das Bild wurde später in drei Teile zerschnitten und erst 1989 in Münster wieder vereint.

Emotionen

Eine fast grabmalhafte Würde, die Spannung einer verwundeten Familie, die ihre Ehre wiederherzustellen sucht.

Anekdote

In drei Fragmente zerstreut, fand das Porträt erst 1989 seine Einheit zurück.

Siehe auch