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Renaissance in Deutschland

Stiftskirche Öhringen

Öhringen

Stiftskirche Öhringen

Als Öhringen Hohenlohe-Residenz wurde, machte man die Stiftskirche zur gräflichen Grablege. Der Chor birgt vier bis fünf große Renaissance-Grabmäler, über rund vierzig Jahre entstanden, und zählt damit zu den schönsten fürstlichen Grablegen des Hohenloher Landes.

Was zu sehen ist

Die großen aufragenden Grabmäler sind der Grund des Besuchs, und man muss sie einzeln lesen. Das Grabmal Ludwig Casimirs von Hohenlohe-Neuenstein (1568) zeigt ihn mit seiner Gemahlin Anna zu Solms-Lich kniend vor dem Erlöser, umgeben von sechzehn Wappen, die die Verbindungen des Hauses vor Augen stellen. Gegenüber stellt das Monument Eberhards von Hohenlohe (1575) den Grafen mit Frau Agathe von Tübingen-Lichtenegg und sieben Kindern im Gebet dar: Beide Meisterwerke stammen vom Bildhauer Johann von Trarbach. Das Grabmal Georg Friedrichs I. von Hohenlohe-Waldenburg (1600 vollendet) ist dagegen von Melchior Schmidt aus Heilbronn. Fast bis zum Gewölbe reichend, nehmen die Monumente die ganze Chorhöhe ein und verwandeln den liturgischen Raum in eine dynastische Galerie, in der betendes Standbild, rahmende Architektur und Heraldik zugleich Frömmigkeit und Rang aussprechen.

Geschichte

Die alte Stiftskirche, deren Gründung dem 11. Jahrhundert zugeschrieben wird, wurde im Zuge der Reformation lutherisch und dann Grablege des Grafenhauses, als Öhringen sich als Residenz behauptete. Die Monumente des letzten Viertels des 16. Jahrhunderts markieren den Höhepunkt der Hohenloher Grabkunst, just als die Familie ihre Linien mit Renaissanceresidenzen ausstattet: Der Tod wird mit derselben Sorgfalt inszeniert wie die Macht. Die über eine Generation verteilte Auftragsvergabe beschäftigte mehrere Werkstätten der Region. Diese Monumente sind nicht nur Grabstätten: Durch ihre Inschriften, Daten und Wappen bilden sie ein steinernes Archiv der Hohenloher Genealogie, wertvoll für die Geschichte des Hauses. Ihre Konzentration in einem einzigen Chor, in diesem Umfang selten, macht Öhringen zu einem Markstein der fürstlichen Grabkunst Süddeutschlands.

In der Nähe

Neuenstein, weiterer Hohenlohe-Sitz; Weikersheim mit der Stadtkirche und Grabmälern desselben Hauses.

{ "question": "Qui a sculpté les tombeaux de Ludwig Casimir et d'Eberhard de Hohenlohe à Öhringen ?", "choices": ["Tilman Riemenschneider", "Johann von Trarbach", "Sem Schlör", "Veit Stoss"], "correct": "Johann von Trarbach", "explanation": "Les deux grands monuments (1568 et 1575) sont de Johann von Trarbach ; celui de Georg Friedrich Ier (1600) est de Melchior Schmidt." }

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