Nach der Zerstörung der Burg Horneck im Bauernkrieg (1525) machte der Deutsche Orden Mergentheim zum Sitz seiner Hoch- und Deutschmeister. Der Bau wurde im 16. Jahrhundert im Renaissancestil umgestaltet und blieb bis zur Auflösung des Ordens 1809 Residenz. Heute beherbergt er das Museum des Ordens.
Was zu sehen ist
Die Renaissancetreppe, dem Baumeister Blasius Berwart zugeschrieben, ist der Höhepunkt der Bauphase des 16. Jahrhunderts: eine monumentale Wendeltreppe, ein Prunkstück, an dem sich das Können der damaligen Werkmeister entfaltet und das die ganze Erschließung des Schlosses ordnet. Ringsum schichtet die lange Baugeschichte die Epochen — romanische Arkaden der Kommende, Renaissanceumbauten, spätere barocke und klassizistische Zutaten —, was die Anlage zu einem steinernen Buch deutscher Architektur macht. Die Schichten sind zu unterscheiden: Die oft bewunderte Schlosskirche ist barock (unter Beteiligung von Balthasar Neumann und François de Cuvilliès) und also kein Renaissanceteil. Zur Renaissance gehören die Treppe und die Wohnbauten des 16. Jahrhunderts. Das Schloss beherbergt das Deutschordensmuseum, das seine Geschichte entfaltet.
Geschichte
Die mittelalterliche Kommende wurde 1525/1527 zum Zentrum des Deutschen Ordens, nachdem Reformation und Säkularisation Preußens ihm seine östliche Grundlage genommen hatten. Die Hoch- und Deutschmeister richteten hier einen Hof ein, und in diesem Neuanfang steht die Renaissancekampagne: Die neue Residenz mit zeitgemäßer Architektur auszustatten war auch ein politisches Zeichen des Ordens. Die Stadt, lange geistlich-fürstliche Residenz, trägt davon bis heute das städtebauliche Gepräge. Die Berwart-Treppe steht in einer Reihe von Prunktreppen, die den Ruf der deutschen Renaissancebaumeister begründeten und bei denen der Aufstieg selbst zum Schauspiel wurde. In Mergentheim verbindet sie die Geschosse der Hoch- und Deutschmeisterresidenz und bleibt unter den Schichten des Schlosses das reinste Zeugnis unserer Periode; es lohnt, sie gezielt aufzusuchen und von den barocken Teilen zu unterscheiden.
In der Nähe
Bad Mergentheim-Stuppach mit der Stuppacher Madonna Grünewalds (Fiche erster Rang); Weikersheim im nahen Taubertal.
- histoire : voir corps.
- contes_legendes : (pas de matière attestée retenue.)
- sources :
- [{ "titre": "Stadt Bad Mergentheim — Residenzschloss Mergentheim", "url": "https://www.bad-mergentheim.de/de/stadtleben/freizeiteinrichtungen/residenzschloss-mergentheim-id_1327/", "niveau": 1 }]
- [{ "titre": "Schloss Mergentheim — Wikipedia (DE)", "url": "https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mergentheim", "niveau": 3 }]
- quiz :
{ "question": "Quel élément Renaissance distingue le château de Mergentheim ?", "choices": ["L'escalier de Blasius Berwart", "L'église baroque de Balthasar Neumann", "La Madone de Stuppach", "Le Großer Wendelstein de Torgau"], "correct": "L'escalier de Blasius Berwart", "explanation": "L'escalier attribué à Berwart est le point fort Renaissance ; l'église du château, elle, est baroque." }

