Hans Baldung Grien (1484-1545)
Maler, Holzschneider und Glasfensterentwerfer: Hans Baldung Grien ist der originellste Schueler Albrecht Duerers. Um 1484 in der Freien Reichsstadt Schwaebisch Gmuend geboren, bildete er sich um 1503 in Duerers Nuernberger Werkstatt aus, wo er den Beinamen Grien (der Gruene) erhielt.
Was er wagte
Baldung holte Themen in die gelehrte Kunst, die kaum jemand anzugehen wagte: den Hexensabbat, die Verbindung von junger Frau und Tod, eine unruhige Sinnlichkeit. Als kraftvoller Kolorist loeste er sich vom Mass Duerers zugunsten einer duestereren, sinnlicheren Bildwelt.
Werke und Auftraege
- Hochaltar des Freiburger Muensters (1512-1517), sein Hauptwerk, mit einer Kroenung Mariae im Zentrum.
- Taetig in Strassburg (heute FR) und in Freiburg im Breisgau.
- Gemaelde in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und im Staedel in Frankfurt.
Zwischentoene
Seine Vorliebe fuer Hexen begleitet ein Zeitalter der Verfolgung: Das Werk schwankt zwischen Faszination und Anklage und stellt uns vor den eigenen Blick auf Koerper und Endlichkeit.
