Benedikt Dreyer (um 1485-nach 1555)
In der ersten Haelfte des 16. Jahrhunderts in Luebeck taetiger Bildschnitzer, oft als letzter grosser Meister der spaetgotischen Kunst der Stadt angesehen. Seine Lebensdaten bleiben ungefaehr.
Der Antoniusaltar
Um 1522 schuf Dreyer fuer die Kirche eines Dominikanerklosters die Figuren des Antoniusaltars (heute im St.-Annen-Museum). Wichtig: die gemalten Fluegel stammen nicht von ihm, sondern von Hans von Koeln im altniederlaendischen Stil.
Ihm zugeschrieben werden ferner die Figuren und der Schmuck der Orgel der Marienkirche in Luebeck sowie weitere Ensembles des St.-Annen-Museums.
Bedeutung
Nach der Reformation stellt er sein Handwerk in den Dienst des reformierten Kultus (Kanzel, Mobiliar): er verkoerpert das Fortleben mittelalterlichen Koennens in einer Welt im Glaubenswandel.
Portraet: kein gesichertes zeitgenoessisches Portraet bekannt.
