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Persönlichkeiten der Renaissance

Philipp Uffenbach

Kein bekanntes Bildnis dieser Persönlichkeit.

Als Frankfurter Maler und Radierer nimmt Philipp Uffenbach (1566-1636) einen unscheinbaren, aber strategischen Platz in der deutschen Kunstgeschichte ein: Er verbindet die Welt Grünewalds und Dürers mit der Elsheimers und des 17. Jahrhunderts.

Die Person

1566 in Frankfurt geboren, bildete sich Uffenbach dort in der rheinischen Tradition aus. Sein Lehrer, der Mainzer Adam Grimmer, gilt als Nachfahre des Grünewald-Umkreises; so erbte Uffenbach eine erlesene Abstammung. Als Maler, Zeichner, Aquarellist und Radierer arbeitete er für die Kirchen und Höfe Hessens und unterhielt zugleich eine angesehene Werkstatt.

Werdegang und Werk

Sein gemaltes Werk umfasst religiöse Themen und Altäre: eine „Anbetung der Könige" von 1587 in Weimar, eine „Himmelfahrt Christi" von 1599 für die Frankfurter Dominikanerkirche, von der Fragmente im Historischen Museum der Stadt erhalten sind. Er fasste auch die erste Justitia-Figur des Gerechtigkeitsbrunnens am Römerberg farbig und bemalte die Decke des Butzbacher Schlosses für Landgraf Philipp III. Als neugieriger Geist veröffentlichte er technische Schriften über Sonnenuhren (1598) und die Geometrie des Kreises (1619), nach Art jener Renaissancekünstler, die Kunst und Wissenschaft verbanden.

Symbole und Geheimnisse

Uffenbachs Schatz war kein Gemälde, sondern ein Konvolut: Er besaß Zeichnungen von Grünewalds eigener Hand, dem Maler des Isenheimer Altars, der damals in Vergessenheit geraten war. Diese Sammlung, die der Kunstschriftsteller Joachim von Sandrart im folgenden Jahrhundert einsehen konnte, macht Uffenbach zu einem Glied der Erinnerung. Durch seine Werkstatt ging ein junger Mann, der zum Ruhm bestimmt war: Adam Elsheimer, der dort fünf Jahre blieb und das Handwerk lernte, bevor er nach Italien aufbrach.

Warum er zählt

Uffenbach verkörpert die Kontinuität der Frankfurter Kunst durch die Brüche des Jahrhunderts. Als selbst achtbarer Maler gilt er vor allem durch das, was er weitergab: die Technik an Elsheimer, die Erinnerung an Grünewald an die Historiker. In einer Stadt, in der so viele Werke untergingen, erinnert seine Gestalt daran, dass die Kunstgeschichte manchmal an einem Meister hängt, der bewahrt, lehrt und weiterreicht.