Philipp Brandin (um 1535-1594)
Aus den Niederlanden stammender Bildhauer und Baumeister, geboren um 1535 (Utrecht), gestorben 1594 in Nykobing, Daenemark. Der Ueberlieferung nach teils in der Antwerpener Werkstatt des Cornelis Floris II. geschult, wandert er in den Norden des Reiches und tritt in den Dienst Herzog Ulrichs von Mecklenburg.
Zwei Werke in Guestrow
- Das Grabmal Herzog Ulrichs (Guestrower Dom, ab 1587): lebensgrosse kniende Figuren aus hellem Alabaster, der Herzog und seine beiden Gemahlinnen Elisabeth von Daenemark und Anna von Pommern. 1599 von seinen Schuelern Midow und Berninger erweitert.
- Der Taufstein des Doms (1592): Sandstein und Alabaster, Holzbaldachin auf Hermen, aus seiner Werkstatt.
Als Baumeister entwarf er zudem die Domschule und arbeitete an den Fluegeln des Guestrower Schlosses.
Bedeutung
Er macht das gelehrte Antwerpener Formenvokabular in Mecklenburg heimisch und fuehrt einen neuen Typus dynastischer Grablege ein, bei dem der Fuerst lebendig kniet statt zu liegen.
Portraet: kein gesichertes Portraet bekannt.
